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Ein Konzept für eine generationenverbindende Unternehmenskultur

In der Artikelserie ‚5 Fragen – 5 Antworten‘ kommen Projektträger zu Wort, die den ESF nutzen und über ihre Erfahrungen bei der Inanspruchnahme berichten. Die ‚Ziemlich besten Lernfreunde‘ entwickeln ein Schulungsprogramm, um Fachkräftemangel und Demografienachteilen zu begegnen.

 

Woher wussten Sie, Frau Weineck, von dem Förderprogramm und wie Sie die Mittel beantragen können?

 

Ein Konzept für eine generationen verbindende Unternehmenskultur © Foto: BTU Cottbus-SenftenbergDie ESF-Förderung ist uns nicht fremd. Die Lernfreunde haben in themenverwandten Projekten gearbeitet und bringen aus ihren jeweiligen Bereichen langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung und -förderung mit. Deshalb beteiligten wir uns an der Ausschreibung ‚Altersgerechte Weiterbildung – Lehrmethoden, Leistungsvoraussetzungen, Lernbedingungen‘ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. Es integriert nun Wissen und Kompetenzen aus dem Weiterbildungszentrum, dem Multimediazentrum (MMZ)und dem Lehrstuhl für Organisation, Personalmanagement und Unternehmensführung der BTU Cottbus-Senftenberg sowie der UPTransfer GmbH in Potsdam, die als Träger bzw. Kooperationspartner des Projekts fungieren. Meine Aufgabe als Standortmanagerin ist es, am Standort Cottbus mit dem Team gemeinsam das Schulungsprogramm auf den Weg zubringen und Interessierten, Teilnehmenden, Dozentinnen, Dozenten und Lernfreunden als Partnerin über alle vereinbarten Standortleistungen zur Seite zu stehen. In Potsdam übernimmt Kerstin Grothe-Benkenstein das Standortmanagement.

 

Wofür setzen Sie die Mittel ein?

 

Wir haben ein Schulungsprogramm für Bildungstrainerinnen bzw. -trainer, Personalverantwortliche sowie Multiplikatoren entwickelt und starten im Oktober mit dem ersten Durchgang. Es wird mehrere Module enthalten.
• Das Modul 1 bildet das Thema Arbeit und Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel – Altersdiversität als Ressource ab.
• Das Modul 2 soll lebensphasenorientierte Personalarbeit und Wege zu einer aktiven Laufbahngestaltung beinhalten.
• Das Modul 3 behandelt das Wissens- und Kompetenzmanagement und speziell die erfahrungsspezifische Gestaltung der Qualifizierung.
• Im Modul 4 stehen Gesundheitsförderung und die eigenverantwortliche Gesundheitskompetenz im Mittelpunkt als Basis für unternehmerisches Wachstum.
• Und letztlich im Modul 5 sollen für demografiefeste Unternehmen der Zukunft die generationenverbindende Führungskultur und Unternehmenskultur kennengelernt und geprobt werden.
Außerdem finden World-Cafés mindestens zwei Mal je Durchgang statt. Die World-Cafés sind in die Präsenztage integriert und finden in gemütlicher Atmosphäre in den Räumlichkeiten unserer Lernfreunde & Partner statt. Im World-Café werden zusätzliche demografische Themen behandelt, die nicht oder nur wenig im Schulungsprogramm umrissen werden, beispielsweise der demografische Wandel und die Architektur, der demografische Wandel und die Politik oder der demografische Wandel und die Internationalisierung. Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Projekts sind die Entwicklung und Erstellung entsprechender Lehrmaterialien (Printmaterialien und E-Learning-Content). Für das Projekt steht eine Online-Lernplattform (moodle™) zur Verfügung. Diese ist für alle Schulungsteilnehmenden, Dozentinnen bzw. Dozenten sowie den Tutorinnen und Tutoren zugänglich und stellt neben digitalen Schulungsinhalten ein breites Spektrum an interaktiven Lern- und Übungsmaterialien sowie verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

Nehmen wir an, Sie hätten die ESF-Fördermittel nicht in Anspruch genommen. Was würde in Brandenburg heute fehlen?

 

Es gibt im Land Brandenburg keine vergleichbare Schulung, die so umfassend und übersichtlich die Themen der demografischen Entwicklung behandelt und sich mit den großen Herausforderungen Rekrutierungsquote, Mitarbeiterfluktuation, Krankenstand, Renteneintrittsalter und Qualifikationsniveau beschäftigt und konkrete Lösungen anbietet. Das Lernfreunde-Schulungsprogramm bereitet Organisationen und Unternehmen darauf vor, trotz oder gerade mit der Kombination aus Fachkräftemangel und älteren Belegschaften Innovation, Produktivität und Wettbewerbsvorteile zu sichern und auszubauen.

 

Stichwort Öffentlichkeitsarbeit: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was hat sich
bewährt? Was können Sie anderen raten?

 

Wir arbeiten im Rahmen des ‚UNIversellen Frühstücks‘ eng mit unseren Partnern und neu gewonnenen Lernfreunden zusammen. Uns kommt da auch zugute, dass das Thema ‚Folgen der demografischen Entwicklung‘ in der Öffentlichkeit immer mehr Aufmerksamkeit erhält. Alle möchten dem Mangel an fachlich gut ausgebildetem Personal im Land Brandenburg entgegensteuern, ältere Beschäftigte qualifizieren und gesund erhalten, Nachfolgen in Unternehmen sichern sowie jüngere Menschen gewinnen, um sie in der Region zu halten. Diese enge Zusammenarbeit und die Mund-zu-Mund-Propaganda in Bezug auf die Fördermöglichkeit durch den ESF bewähren sich sehr gut. Wichtig ist dabei auch unsere Webseite, da hier viele Informationen aktuell abgerufen werden können. Gerne wünschen wir uns Termine bei den Verantwortlichen in Dachverbänden und -organisationen sowie in Stadtverwaltungen und Ämtern, wo wir die Lernfreunde sowie das Schulungsprogramm vorstellen und Multiplikatoren und Multiplikatorinnen gewinnen können. Eine halbe Stunde reicht uns. Wir kommen auch gern bei Ihnen vorbei!

 

Das Projekt läuft noch nicht so lange. Können Sie trotzdem schon einige Ergebnisse verzeichnen?

 

Wir sind eine von den ausgewählten Projektideen im Wissenschaftsjahr 2013 ‚Die demografische Chance‘, die im Demografie-Atlas vorgestellt wird. Die Publikation enthält 101 Ideen zur Lösung der demografischen Herausforderungen der Arbeitswelt, die aus den Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt wurden. Die offizielle Vorstellung findet im Rahmen der Preisverleihung des von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ausgerichteten Ideenwettbewerbs ‚Land der demografischen Chancen‘ am 6. September 2013 in Aachen statt. Wir haben bereits erste Anmeldungen für den Schulungsdurchgang im Oktober und November in Cottbus. Die Schulungen in Potsdam starten im Februar. (kr)

 

Frau Weineck, wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

 

Infos

Mehr zum Projekt erfahren Sie auf den Internetseiten unter www.beste-lernfreunde.de
Das Projekt wird aus Mitteln des ESF und des Landes gefördert.

Quelle: Brandaktuell-Newsletter 16/2013


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