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IAB-Betriebspanel 2012 belegt weiter steigende Nachfrage nach Fachkräften

Unterstützt aus Landes- und ESF-Mitteln führt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) seit 1996 jährlich eine repräsentative Arbeitgeberbefragung in Brandenburger Betrieben durch. Die Auswertung und Berichterstellung wird im Auftrag des MASF von der SÖSTRA GmbH Berlin vorgenommen.

 

IAB-Betriebspanel 2012

Der aktuell veröffentlichte Bericht zur 17. Welle des Betriebspanels 2012 bietet wieder eine fundierte Analyse der Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Nachfrage nach Fachkräften in Brandenburg weiter steigt. Im 1. Halbjahr 2012 boten Brandenburger Betriebe insgesamt 54.000 neue Stellen an, 5.000 mehr als ein Jahr zuvor. 76% dieser Stellen wurden besetzt und damit rund 41.000 Fachkräfte eingestellt. Fast jeder vierte Betrieb hat neue Arbeitskräfte für qualifizierte Tätigkeiten eingestellt. Bei weiter steigender Nachfrage nach Fachkräften ist jedoch die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe rückläufig und erreichte mit 38% der ausbildungsberechtigten Betriebe 2012 einen Tiefstwert; die Übernahmequote der Ausbildungsabsolventen liegt mit 62% dagegen so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Panelbefragung.

 

Die verstärkte Weiterbildung der Beschäftigten ist die wichtigste betriebliche Strategie zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Der Anteil der Betriebe, die im 1. Halbjahr 2012 die Weiterbildung ihrer Beschäftigten unterstützten, ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht auf 55% gesunken, Brandenburg hält damit aber immer noch einen Spitzenplatz im Ländervergleich. 34% der Beschäftigten nahmen an einer solchen betrieblichen Weiterbildungsmaßnahme teil. Die Entlohnung, ein weiterer wichtiger Faktor für die Fachkräftesicherung, verändert sich jedoch kaum: der monatliche Bruttodurchschnittslohn lag im Juni 2012 wie im Vorjahr bei 1.960 €. Nur noch 23% der Betriebe in Brandenburg sind tarifgebunden. Die Anzahl der Betriebe und Beschäftigten in Brandenburg steigt seit 2006 jährlich weiter an.
Neben den wiederholten Standardfragen enthält das Betriebspanel auch jährlich wechselnde Schwerpunktthemen, 2012 zu Betriebsnachfolgen, Frauen in Führungspositionen sowie betrieblichen Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit und Gesundheit der Beschäftigten. Hinsichtlich der Betriebsnachfolgen zeigen die Ergebnisse erheblichen Handlungsbedarf, in 7% der Betriebe steht in absehbarer Zeit eine Nachfolgeregelung an. In den betroffenen Betrieben sind ca. 40.000 Beschäftigte tätig. Von erfolgreichen Betriebsnachfolgen hängt damit die Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze ab, zwei Drittel der betroffenen Betriebe hatten zum Befragungszeitpunkt allerdings noch keinerlei Vorkehrungen für die anstehende Nachfolge getroffen.
Die Ergebnisse des Betriebspanels bieten wertvolle Anregungen für die weitere Ausgestaltung der Arbeitspolitik des Landes und auch für die Planungen zur neuen ESF-Förderperiode 2014-2020.

Der vollständige Bericht steht als pdf-Datei zum Download unter http://www.esf.brandenburg.de zur Verfügung oder kann als gedruckte Broschüre beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie angefordert werden.


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