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Europa 2020 - Intelligent, nachhaltig und integrativ: Europa erneuert sich

Mit klarem Kurs aus der Krise ins nächste Jahrzehnt: Die EU-Kommission hat mit Europa 2020 eine Strategie vorgestellt, die beschreibt, „was wir heute und morgen tun müssen, um die Wirtschaft auf den richtigen Weg zu bringen.“ EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zufolge wird sie Europa helfen, eine neue Wachstumsphase zu erreichen.

 

 

 Drei Schlüsselelemente stehen im Zentrum der Strategie Europa 2020:

 

  1. Wissen, Bildung, Innovation sowie die Förderung von Information und Kommunikation (intelligentes Wachstum);
  2. Ressourcenschonende, energieeffiziente Produktion (nachhaltiges Wachstum);
  3. Stärkere Konzentration auf Ausbildung, Qualifizierung der Arbeitskräfte und Armutsbekämpfung (integratives Wachstum).

 

Diese Offensive für Wachstum und Arbeitsplätze müsse von der höchsten politischen Ebene getragen werden. Maßnahmen auf EU-Ebene und Initiativen der Mitgliedstaaten sollten sich ergänzen.

 

Lehren aus der Krise

 

„Die Krise hat grundlegende Probleme und schädliche Tendenzen offengelegt, die wir nicht länger ignorieren können“, sagte Barroso. „Europa hat ein Wachstumsdefizit, das unsere Zukunft gefährdet. Wir müssen entschlossen unsere Schwächen angehen und Nutzen aus unseren vielen Stärken ziehen. Gewinnen können wir dabei nur, wenn sich alle Akteure in Europa einbringen.“ Eine der Lehren aus der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise bestehe darin, dass künftig kein Mitgliedstaat mehr globale Herausforderungen im Alleingang lösen könne. „Wir sind stärker, wenn wir gemeinsam handeln.“ Die Überwindung der Krise werde von einer intensiven wirtschaftspolitischen Abstimmung abhängen, sonst drohe Europa ein „verlorenes Jahrzehnt“.

 

Die Strategie Europa 2020 ist eine Vision für die europäische soziale Marktwirtschaft im nächsten Jahrzehnt. Fortschritte beim Erreichen der gesteckten Ziele sind an fünf Kennziffern abzulesen, die von den Mitgliedstaaten in nationale Ziele umgesetzt werden:

 

  • 75 Prozent der Menschen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren sollten eine Arbeit haben (bisher 66 Prozent). 
  • Drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU sollen in Forschung und Entwicklung investiert werden (bisher rund zwei Prozent). 
  • Die „20/20/20“-Klima- und Energieziele müssen verwirklicht werden. 
  • Der Anteil der Schulabbrecher mss auf unter zehn Prozent (bisher 15 Prozent) zurückgehen.
  • 40 Prozent der jungen Menschen sollen eine Hochschulausbildung absolvieren (die Zahl liegt derzeit bei 31 Prozent). 
  • Die Zahl der von Armut bedrohten Menschen soll um 20 Millionen sinken.

 

Die EU-Komission fordert dazu auf, in allen Mitgliedstaaten Anstrengungen zu unternehmen,

um diese Ziele zu erreichen. Auch lokale und regionale Behörden seien hier gefordert.

 

 

Barroso betonte, dass die „ehrgeizigen, aber realistischen Ziele“ von Europa 2020 Führungskraft und Verantwortung verlangen.

 


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