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Bundesinitiative zur Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft

» Teilnahme am Programm und Zielgruppen» Handlungsfelder» Schritt für Schritt zur Förderung» Zeitplan» Kontakt» Infos und Materialien zum Thema

Mit 110 Millionen Euro aus ESF- und Bundesmitteln fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in den nächsten Jahren die Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft. Ziel dieses neuen Programms ist es, durch geeignete Praxisbeispiele Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, wie betriebliche Akteure die Beschäftigungssituation von Frauen nachhaltig verbessern können.
In den letzten Jahren hat es bereits eine Vielzahl von Gleichstellungsinitiativen unterschiedlicher Akteure gegeben, aber noch immer ist der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern sehr hoch. Frauen sind zumeist in Branchen mit niedrigeren Verdienstniveaus und seltener in Führungspositionen vertreten. Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des sich abzeichnenden Fachkräftebedarfs bedarf es weiterer Anstrengungen zur besseren Ausschöpfung der Beschäftigungspotenziale von Frauen.  Die Bundesinitiative zur Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft wurde gemeinsam mit dem deutschen Gewerkschaftsbund und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände entwickelt.

 

» Teilnahme am Programm und Zielgruppen

 

Zielgruppe sind Frauen in Beschäftigung.

Antragsberechtigt sind Sozialpartner sowie grundsätzlich alle juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts, rechtsfähige Personengesellschaften, Bildungsträger, Verbände und Forschungseinrichtungen. Es handelt sich um eine Projektförderung, Privatpersonen können keinen Antrag stellen.

 

» Handlungsfelder

 

Zur Gleichstellung und zur Überwindung von Lohnunterschieden von Frauen und Männern in der Wirtschaft können Projekte in folgenden Handlungsfeldern gefördert werden:

  • Innovative Ansätze zur Arbeitszeitgestaltung, die betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten ebenso Rechnung tragen wie einer ausgewogenen Work-Life-Balance zur Verbesserung der Erwerbsbeteiligung von Frauen.
  • Betriebliche Modellprojekte / Maßnahmen zur stärkeren Überwindung von Rollenstereotypen, um mehr jungen Frauen an MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), an eine gewerblich-technische oder handwerkliche Ausbildung sowie weitere innovative Zukunftsberufe heranzuführen (z.B. durch Maßnahmen des Talent Managements in den Bereichen Personalmarketing und -rekrutierung).
  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Unternehmen, insbesondere auch hinsichtlich einer Stärkung der Aufstiegsorientierung und Aufstiegsbereitschaft von weiblichen Angestellten (z. B. durch Mentoring oder Führungskräfteseminare für Frauen).
  • Betriebliche Ansätze, die darauf abzielen, Qualifikationsverluste von MitarbeiterInnen während einer Familienphase zu verringern bzw. zu vermeiden und den schnellen beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen.
  • Modelle und Maßnahmen betrieblicher Personalpolitik im Umgang mit dem demografischen Wandel und zur Erhöhung des Anteils von älteren weiblichen Beschäftigten und zur Sicherung von Erwerbschancen von Frauen (z.B. lebenslanges Lernen).

 

» Schritt für Schritt zur Förderung

 

Anträge können fortlaufend gestellt werden. Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. In der ersten Stufe werden Interessenbekundungen eingereicht, die im Rahmen regelmäßiger Auswahlrunden (etwa alle 3 Monate) durch die Steuerungsgruppe votiert werden. Projekte, deren Interessenbekundungen positiv bewertet wurden, werden aufgefordert, bei der Bewilligungsstelle - dem Bundesverwaltungsamt Köln - einen Förderantrag zu stellen.

  1. Antragstellung und Beratung
    Die Regiestelle prüft die Interessenbekundungen inhaltlich und berät die potentiellen Zuwendungsempfänger über die Modalitäten der Projektförderung.
  2. Bewertung der Vorhaben
    Die Bewertung der Vorhaben erfolgt durch die Steuerungsgruppe. Positiv bewertete Projekte werden zur Antragstellung beim Bundesverwaltungsamt aufgefordert.
  3. Bewilligung der Zuwendung
    Das Bundesverwaltungsamt entscheidet auf Basis der eingereichten Unterlagen  über die Gewährung der Zuwendung.

 

» Zeitplan

 

Interessenbekundungen (Anträge) sind jederzeit möglich. 
Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an folgende E-Mail-Adresse: bundesinitiative@bmas.bund.de

 

» Kontakt

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Gruppe Soziales Europa (GS 1)
Birgitta Berhorst
Tel.: 030 18 527-4376
E-Mail: bundesinitiative@bmas.bund.de

 

» Infos und Materialien zum Thema

 


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Datum der letzen Änderung: 07.10.2009

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