» Das Programm
Programm für Lebenslanges Lernen - Unterprogramm LEONARDO DA VINCI
Leonardo da Vinci (1452-1519) war Maler, Zeichner, Bildhauer, kühner Erfinder, visionärer Konstrukteur, Mathematiker, Architekt und leidenschaftlicher Naturforscher. Als typischer Vertreter seiner Zeit glaubte er an die Freiheit der Kunst und des Menschen und strebte nach Bildung und Wissen. Leonardos Ideenreichtum, sein technischer Sachverstand und seine Experimentierfreude führten zu erstaunlichen Resultaten. Er hinterließ der Nachwelt umfassende Tagebücher und Aufzeichnungen. Er konstruierte Fluggeräte, Maschinen zur Fortbewegung, neue Waffen, erfand den Fallschirm sowie den Taucheranzug und malte das berühmteste Lächeln der Welt.
(s.a. Seite der Nationalagentur beim BIBB)
Das Programm LEONARDO DA VINCI ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, Lehrlingen, jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Graduierten und Ausbildern, in einem anderen Land mehrere Wochen oder Monate berufspraktische Erfahrung zu sammeln. Des Weiteren fördert das Programm Entwicklungspartnerschaften zwischen Bildungsträgern, Unternehmen, Behörden, Sozialpartnern und Forschungseinrichtungen. Durch diese Pilotprojekte und Netzwerke sollen neue Bildungsangebote, Zertifikate oder Standards entwickelt werden, die in verschiedenen Ländern zum Einsatz kommen können.
» Förderbereich
Bildung; Allgemeine und berufliche Bildung; Ausbildung.
» Ziele
Spezifische Ziele
- Unterstützung und Qualifikation von Personen in Aus- und Weiterbildung
- Verbesserung und Innovation von Systemen, Einrichtungen und Verfahren der beruflichen Aus- und Weiterbildung
- Erleichterung der (transnationalen) Mobilität von Auszubildenden (Absolvieren von Ausbildungsabschnitten im europäischen Ausland)
Operative Ziele
- Förderung der europaweiten Mobilität von Personen in beruflicher Erstausbildung oder Weiterbildung - Erhöhung der Praxisaufenthalte in Unternehmen auf mindestens 80 000 pro Jahr
- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen oder Organisationen, die Lernangebote bereitstellen, Unternehmen, Sozialpartnern und anderen relevanten Stellen in Europa
- Förderung der Entwicklung innovativer Verfahren im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung (mit Ausnahme der Tertiärstufe); Übertragung dieser Verfahren, auch von einem Teilnehmerland auf andere
- Verbesserung der Transparenz und der Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen, einschließlich derjenigen, die im Rahmen des nichtformalen oder informellen Lernens erworben wurden
- Förderung: Lernen moderner Fremdsprachen
- Förderung der Entwicklung von innovativen, IKT-gestützten Inhalten, Diensten, pädagogischen Ansätzen und Verfahren für das lebenslange Lernen.
» Förderfähige Maßnahmen
Teilnehmen können:
- Personen in der beruflichen Erstausbildung (EAB, Auszubildende. Englische Abkürzung: IVT) oder in Weiterbildung (Ausnahme: Tertiärstufe = Universitätsniveau),
- Personen auf dem Arbeitsmarkt (PAM, englisch: PLM),
- von Personen der beruflichen Aus- und Weiterbildung (FBB, Ausbilder. Englisch: VETPRO),
- Aus- und Weiterbildungseinrichtungen
- Interessensverteter (einschließlich Lernenden-, Eltern- und Lehrervereinigungen)
- Unternehmen, Sozialpartner und andere Einrichtungen des Arbeitslebens (einschließlich Wirtschaftskammern und anderen Berufsverbänden)
- Beratungseinrichtungen zum lebenslangen Lernens
- Verantwortliche auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene
- Forschungszentren und Hochschulen
- Gemeinnützige Einrichtungen, ehrenamtliche Einrichtungen und
Nichtregierungsorganisationen
Geförderte Aktivitäten:
- Mobilität von Einzelpersonen:
- Transnationale Praktikumsaufenthalte in Unternehmen oder Bildungseinrichtungen
- Praktikumsaufenthalte und Austauschmaßnahmen mit dem Ziel der beruflichen Weiterentwicklung von Trainern und Bildungsberatern, sowie jenen, die für Trainingseinrichtungen und Planung von Aus- und Weiterbildung sowie Karriereberatung in Unternehmen zuständig sind
- Partnerschaften
- Multilaterale Projekte zur Verbesserung der beruflichen Bildungssysteme durch die Übertragung von Innovationen
- Multilaterale Projekte zur Verbesserung der beruflichen Bildungssysteme durch die Entwicklung von Innovationen
- Thematische Netzwerke von Experten und Organisationen
- Studien- und vorbereitende Besuche für Mobilitäten, Partnerschaften, Projekte oder Netzwerke
- Flankierende Maßnahmen
Zu beachten sind hier auch die nationalen Prioritäten 2009.
Prioritär gefördert werden 2009 von Seiten der deutschen Nationalagentur..
- Duales System (IVT) - Projekte für Auszubildende im Dualen System
- Grenzüberschreitende Verbundausbildung (IVT)
- Poolprojekte (IVT)
- Internationale Kompetenzen (Interkulturelle Kompetenzen, Fremdsprachen und internationale Fachkenntnisse)
- Weiterbildung von Ausbildern (VETPRO)
- Kleine Projekte (max. 3 Teilnehmer: IVT oder VETPRO)
- Projektdurchführung im ersten Jahr
- Zusammenarbeit mit KMU (VETPRO) - Projekte für Ausbilder in KMU
» Zielgruppe
- Personen, die an beruflichen Bildungsgängen jeglicher Art mit Ausnahme von Bildungsgängen der Tertiärstufe teilnehmen;
- Arbeitsmarktteilnehmer;
- Einrichtungen oder Organisationen, die Lernangebote in den vom Programm Leonardo da Vinci abgedeckten Bereichen bereitstellen;
- Lehrkräfte, Ausbilder und sonstiges Personal dieser Einrichtungen oder Organisationen;
- Vereinigungen und Vertreter der an der beruflichen Bildung beteiligten Akteure einschließlich Vereinigungen von in beruflicher Bildung befindlichen Personen, von Eltern und von Lehrkräften;
- Unternehmen, Sozialpartner und andere Vertreter des Arbeitslebens einschließlich Handelskammern und anderen Berufsverbänden;
- Anbieter von Beratungs- und Informationsdiensten zu Aspekten des lebenslangen Lernens;
- Personen und Stellen, die auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene für Systeme und politische Strategien zu Aspekten der beruflichen Aus- und Weiterbildung zuständig sind;
- mit Aspekten des lebenslangen Lernens befasste Forschungszentren und -einrichtungen;
- Hochschulen;
- gemeinnützige Organisationen, ehrenamtlich tätige Einrichtungen und nichtstaatliche Organisationen.
» Art der Förderung
Bei Mobilitäten von Einzelpersonen (inkl. vorbereitende Besuche) erfolgt die Förderung in Form von Pauschalen.
Bei Multilateralen Projekte, Netzwerken und flankierenden Maßnahmen erfolgt die Förderung in Form von Zuschüssen.
Die genauen administrativen und finanziellen Vorgaben für Multilaterale Projekte, Netzwerke und flankierende Maßnahmen für die Jahre 2008-2010 finden Sie hier. sowie auf den Seiten der EU-Kommission.
» Gesamtbudget
1,725 Mrd Euro über die gesamte Laufzeit 2007-2013
» Bewerbungsfristen
Antragsfritsten:
- Mobilitäten: 06.02.2009
- Partnerschaften: 20.02.2009
- Multilaterale Projekte, Netze und flankierende Maßnahmen : 27.02.2009
- Multilaterale Innovationstransferprojekte: 27.02.2009
Den offiziellen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für das Jahr 2009 ("Call") finden Sie auch in deutscher Sprache auf den Seiten der EU-Kommission.
» Antragstellung
Die Antragstellung für Mobilitätsprojekte erfolgt über die Online-Datenbank MultiPass unter http://de.multipassdb.org/ (ehemals LeoPass).
Die Antragstellung für multilaterale Projekte, Netzwerke und flankierende Maßnahmen erfolgt zentral in Brüssel:
Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur
Avenue du Bourget 1
BOUR
BE-1140 Brüssel
E-Mail: EACEA-leonardo-da-vinci@ec.europa.eu
» Beratung
ESF-Technische Hilfe - EUROPA DIREKT
» Aktuelles
- Dezember 2008: Auf die Verbreitung von Projektergebnissen und Produkten wird in der neuen Programmgeneration besonderes Gewicht gelegt. Die NA beim BIBB hat dazu ein neues Format entwickelt. Das Projektinfoblatt präsentiert auf vier bis maximal sechs Seiten in übersichtlicher und prägnanter Form jeweils ein Projekt mit seinen Zielen sowie seine Umsetzung und Ergebnisse. Zielgruppe ist primär das deutsche Fachpublikum, allerdings soll durch ein englisches "Abstract" auch der internationale Transfer und Erfahrungsaustausch unterstützt werden. Bisher wurden folgende Projektinfoblätter veröffentlicht:
- Europäische Weiterbildungsprofile in der Logistik / European Training Profiles in Logistics
- Eine gemeinsame Sprache für ITK-Qualifikationen und -Kompetenzen / A shared European Language for ICT qualifications and competences
Eine Möglichkeit zum Download sowie zur kostenlosen Bestellung der Projektinfoblätter finden Sie auf der Website der NA beim BIBB.
-
Dezember 2008: Das
Antragsformular sowohl für LEONARDO DA VINCI-
Mobilitätsprojekte als auch für das Mobilitäts-Zertifikat liegen in der endgültigen Fassung vor. Bei beiden Formularen handelt es sich um Ansichtsexemplare, die zur Vorbereitung der Antragstexte genutzt werden können. Die Antragstellung erfolgt dann wie in den Vorjahren zu einem späteren Zeitpunkt über die Online-Datenbank MultiPass. Bitte beachten Sie, dass nur diejenigen Projektträger ein Mobilitätszertifikat beantragen können, die die Zugangsvoraussetzung laut nationalem Aufruf erfüllen. Die Projektträger, bei denen das zutrifft, sind hierüber von der Nationalen Agentur beim BIBB schriftlich informiert worden. Weitere Informationen finden Sie auf der
Website der NA beim BIBB
- Oktober 2008: Die Na-Bibb hat eine Beratungsveranstaltung zum Thema "Qualität in der Mobilität" für Antragsteller durchgeführt. Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.
- August 2008: Die Nationalagentur (NA-BIBB) hat auf ihrer Website die aktuelle Liste der Pool-Projekte veröffentlicht. Pool-Projekte sind offene Mobilitätsprojekte, die individuelle Auslandsaufenthalte für einzelne Teilnehmer/-innen organisieren. Sie richten sich an Personen in beruflicher Erstausbildung (IVT) sowie an Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung (PLM). Einzelpersonen können sich individuell bei den jeweiligen Projektträgern bewerben.
- Juli 2008: Bericht: Fortschritte bei Bildungsreformen: Die EU-Mitgliedstaaten haben bei ihren Bildungszielen im Rahmen der Lissabon-Strategie für 2010 Fortschritte erzielt. Das bescheinigt der aktuelle Jahresbericht der EU-Kommission über die EU-Bildungssysteme 2008. Danach gibt es Verbesserungen bei Sekundarschulabschlüssen, Schulabbruch, Abschlüssen in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik sowie Erwachsenenbeteiligung. Lesen Sie hier mehr.
- April 2008: Die NA-BIBB hat einen Leitfaden zur Durchführung von beruflichen Auslandsaufenthalten veröffentlicht. Diesen finden Sie hier oder untenstehend als Download.
- Ab dem 15.04.2008 können neue Antragsteller im Programm LEONARDO DA VINCI sogenannte "Kleine Projekte" für maximal 3 Teilnehmer/-innen der Zielgruppe Erstausbildung (IVT) oder Berufsbildungspersonal (VETPRO) beantragen. Die Antragsfrist in dieser nationalen Priorität endet am 30.11.2008. Die Auslandsaufenthalte können frühestens am 01.06.2008 beginnen und müssen bis zum 31.05.2009 abgeschlossen sein. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der NA-BIBB.
- Eine Übersicht zur Gewichtung der einzelnen Kapitel in der Bewertung der Projektanträge zu LdV-Mobilität finden Sie hier.
- Februar 2008 - Auf den Seiten Der EACEA finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung: "Programm für Lebenslanges Lernen Informationstage". Auf den Seiten finden Sie Informationen über die Ergebnisse der Auswahlrunde 2007 sowie zahlreiche Hinweise auf Neuerungen 2008. Die Exekutivagentur bietet ebenfalls eine Website zur Suche von Projektpartnern, das sogenannte Partner Search Tool, an. Diese wird in Zukunft auch auf Deutsch zur Verfügung stehen.
- Februar 2008 - ADAM: Neue europäische Datenbank für LEONARDO DA VINCI Projekte und Produkte- Ab sofort ist die neue europäische Datenbank ADAM (Advanced Data and Archiving Managementsystem) online. Sie enthält Informationen zu Projekten, Produkten, Ergebnissen, Veranstaltungen, beteiligten Institutionen und vielem mehr rund um das Programm LEONARDO DA VINCI. Zu der Datenbank gelangen Sie hier.
- Februar 2008 - Informationsveranstaltung: Das EUROPASS Rahmenkonzept im Umfeld europäischer Initiativen. Das Nationale Europass Center Deutschland lädt am Mittwoch den 30. April 2008 zu einer Informationsveranstaltung in Nürnberg ein. Ein wesentlicher Teil dieser Veranstaltung ist die praktische Anwendung der europass Instrumente. Weitere Informationen finden Sie hier.
- Dokumentation der Nationalen Auftaktveranstaltung zum Programm für Lebenslanges Lernen 2008-2010 in Jena online. Hier gelangen Sie zur Online-Dokumentation.
- Gemeinsame Website zum Programm für Lebenslangen Lernen - Die Nationalen Agenturen in Deutschland informieren ab sofort auf einer gemeinsamen Website über das Rahmenprogramm für Lebenslanges Lernen. Die Website finden Sie unter der Adresse www.lebenslanges-lernen.eu.
Information über die Umsetzung bildungspolitischer Ziele im Land Brandenburg finden Sie auch unter den Rubriken "ESF im Land - Lebenslanges Lernen" und "ESF im Land - Übergang Schule-Beruf".
Datum der letzen Änderung: 12.08.2009